Andrea Röpke: Ferien im Führerbunker, 2. Aufl.

Die neonazistische Kindererziehung der "Heimattreuen Deutschen Jugend (HDJ)"

Mit einem Vorwort von Gideon Botsch

Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN
Braunschweig 2008, 2. erweiterte u. überarbeitete Auflage

ISBN 978-3-932082-32-0

Taschenbuch 21x15 cm,
168 Seiten


Die ideologische und soldatische Kindererziehung der neonazistischen "Heimattreuen Deutschen Jugend", kurz HDJ, sorgte in den letzten Monaten immer wieder für Schlagzeilen und Empörung. Vorangegangene investigative Recherchen und Berichte über die nationalistische, antidemokratische Bildungsdressur im Innercircle der braunen Szene haben ihre Wirkung gezeigt. Zunehmend zeigen sich immer mehr Polizeibehörden und Jugendämter sensibilisiert, Anwohner schauen bei militanten Zeltlagern mit Jugendlichen häufiger nicht mehr weg. Verfassungsschutz und verantwortliche Politiker spielen die Bedeutung der HDJ nicht mehr herunter, sondern warnen offensiv. Inzwischen wurden auch die Angaben zur Mitgliederstärke realistisch auf rund 400 Aktivisten aufgestockt - Kleinkinder und ältere Anhänger nicht mitgezählt.

Politiker aller etablierter Parteien fordern 2008 das Ende der "Heimattreuen Deutschen Jugend". Doch die Tatsache, dass das Bundesinnenministerium ein Verbot des beim Amtsgericht Kiel geführten Vereines prüft - und die HDJ womöglich noch in diesem Jahr offiziell aufgelöst wird - darf über eines nicht hinweg täuschen: Die fanatischen Neonazi-Erzieher aus den Reihen von HDJ, NPD und Kameradschaften werden weitermachen.

Nationalistische Indoktrination von Kindern und Jugendlichen hat es seit Kriegsende gegeben. Tausende von jungen Frauen und Männern aus der Neonazi-Szene gründen zur Zeit neue Familien. Ihren Nachwuchs gilt es auch zivilgesellschaftlich zu erreichen. Verbote können Signale sein - aber eine beherzte, kreative und konzeptionelle Prävention können sie nicht ersetzen. Diese Dokumentation soll als Aufklärungshilfe dienen und einen Überblick über Ideologien, Strategien und Handlungsweisen der HDJ geben.

Über die Autorin:
Andrea Röpke ist Diplom-Politologin und seit 1994 als freie Journalistin mit dem Themenschwerpunkt Rechtsextremismus tätig. Ihre verdeckten Recherchen in der Szene wurden in den 90er Jahren im Spiegel, Stern und Focus veröffentlicht. Seit einigen Jahren arbeitet sie überwiegend für das Fernsehen - u.a. für Panorama, Monitor und Kontraste.


Preis gleich Schützgebühr

Die neonazistische Kindererziehung der "Heimattreuen Deutschen Jugend (HDJ)"


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