Hier finden Sie in unserem "Blick auf Niedersachsen" Auszüge aus rechten Aktivitäten in Niedersachsen.
Sollten Sie Fragen zu einzelnen Aktivitäten haben können Sie sich per E-mail oder telefonisch direkt an uns wenden. Ergänzende Informationen zu Aktivitäten in Niedersachsen können Sie uns über unser Meldeformular mitteilen.
Die Artikel von der Startseite als RSS-Feed zum einbinden auf ihre Homepage oder zum lesen mit einem Newsreader:
Direkte Spende an die Arug
Hier haben Sie die Möglichkeit, die Arbeit der ARUG durch eine Spende zu unterstützen.
Um hier zu spenden, benötigen Sie einen Paypal-Account.
Wir wollen eine Gesellschaft, die auf Solidarität gründet und als soziale Demokratie lebt. Unser Menschenbild wurzelt in der Aufklärung und sieht den Menschen als aktives, vernunftbegabtes Wesen. In diesem Menschenbild sind Humanität und solidarisches Handeln als menschliche Eigenschaften angelegt. Wir wollen dazu beitragen, alle Gefährdungen der
sozialen Demokratie, besonders aber die Bedrohungen durch Rassismus und Rechtsextremismus, abzuwehren. (Aus dem Leitbild von Arbeit und Leben)
Die extreme Rechte im Landkreis Goslar und der niedersächsischen Harzregion Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN
Braunschweig, 2. aktualisierte Auflage 2010 ISBN
978-3-932082-40-5
Broschüre 30x21 cm, 68 Seiten
Die "Festung Harz" ist das Ziel: Neonazis im Osten und Westen des Mittelgebirges basteln gemeinsam an diesem Projekt einer länderübergreifenden Bündelung ihrer Kräfte in drei Bundesländern - Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
Verstärkt versuchen junge Neonazi-Politiker im Westteil des Harzes an die bisherigen Erfolge in den östlichen Nachbarländern anzuknüpfen. Gestützt auf kommunale Mandate in Vienenburg und Bad Lauterberg versucht die NPD ihre Strukturen in der Harzregion auszubauen. Dabei setzt sie auf eine enge Zusammenarbeit mit neonazistischen Kameradschaften.
Parallel dazu entwickelt sich auch im Westharz ein eigenes wirtschaftliches Netzwerk. Rechtsrock-Musiker, Produzenten, rassistische Liedermacher, Ladenbetreiber und Konzertorganisatoren sorgen dafür, dass den zahlreichen jungen Anhängern eigene Szene-Events angeboten werden und zudem Geld in die braunen Kassen kommt.
Wie der Wolf im Schafspelz geben sich die Neonazis dabei bieder, brav und bürgernah. Doch zahlreiche Waffenfunde bei Neonazis in Südniedersachsen zeigen das wahre Gesicht der extremen Rechten.
Die vorliegende Broschüre gibt einen Überblick über die extreme Rechte in der niedersächsischen Harzregion. Sie informiert über Strukturen, Aktivitäten, Entwicklungen und Strategien. Mit ihren Beiträgen wollen die Autoren über die Gefahren des Rechtsextremismus aufklären und damit die unterschiedlichen zivilgesellschaftlichen und politischen Aktivitäten gegen die rechte Szene im Westharz unterstützen.
"Selbstbewusstsein
kommt von - sich seiner selbst und dem was man tut bewusst sein"
Acht Mal
trafen sich die Trainer der Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt (ARUG)
Michael Neu und Karl Heinz Emter, sowie Alexandra Schmitz von der Jugendpflege
Eschede mit 12 Mädchen aus Eschede um gemeinsam verschiedene Methoden der
Selbstverteidigung und Selbstbehauptung zu trainieren. Möglich gemacht hatte
dies das Engagement von Alexandra Schmitz, die sich um die Räumlichkeiten und
die Finanzierung des Trainings gekümmert hatte. "Es soll in den
Trainingseinheiten nicht um reine Selbstverteidigungsmethoden gehen. Die
Mädchen sollen für Situationen sensibilisiert werden, die ihnen im Alltag
begegnen und ihre Handlungsmöglichkeiten für diese Situationen sollen durch
verschiedene Übungen alters- und personengerecht erweitert werden", so
Michael Neu.
Besonders an
diesem Kursangebot der ARUG war, dass die Gruppe der Mädchen integrativ
zusammen gesetzt war. Neben den Trainingseinheiten fand somit auch eine
Begegnung von Jugendlichen mit und ohne Handicap statt, die so Gelegenheit
hatten, einander kennenzulernen und etwas über das Leben des jeweils anderen zu
erfahren.
Als
Trainingsabschluss gab es für die Gruppe eine Fahrt nach Goslar in die
Jugendherberge. Neben Stockbrot, Lagerfeuer, Backen, SingStar und gemeinsamen
Spielen hatten die Mädchen hier Gelegenheit sich in Heikes Trampolinhalle in
Goslar auszutoben. Unter der fachkundigen Anleitung von Heike Hausmann kam hier
jeder auf seine Kosten.
Alexandra
Schmitz von der Jugendpflege zieht zum Training folgendes Fazit;
Die Mädchen
haben ganz neue Erfahrungen sammeln können und viel über sich selbst gelernt.
Aber es war nicht einfach nur Theorie sondern sie konnten alles ganz praktisch
ausprobieren. Dabei kam der Spaß ebenfalls nicht zu kurz. Am besten hat mir
allerdings der Gruppenzusammenhalt gefallen.
Das ganze
Projekt konnte nur stattfinden, weil wir finanzielle Unterstützung von unserer
Gleichstellungsbeauftragen, der Caritas und dem Kinder- und Jugendnetzwerk e.V.
bekamen. Dafür noch einmal herzlichen Dank auch im Namen der Mädchen.
„Film ab“ – hieß es am Wochenende in der
Jugendherberge Goslar. Ein schwarzer Wagen nähert sich einer Gruppe Kindern mit
Schulranzen, ein Mädchen wird angesprochen und steigt ein, der Wagen braust mit
quietschenden Reifen los…
Was anmutete wie ein mögliches Verbrechen, war genau das Gegenteil.
Eine Gruppe von 8-11 Jährigen hatte sich bereit erklärt, an einer DVD für
mehr Sicherheit für Kinder mitzuwirken. Drei typische Gefahrensituationen: der
dunkle Nachhauseweg, der sich nach der Musikschule als der schnellste Heimweg
anbietet, die fremde Autofahrerin, die sich als Polizistin ausgibt und ein Kind
bittet mitzufahren, um ihr einen Weg zu zeigen und ein Erwachsener, der sich im
Internet als Kind ausgibt und sich verabreden möchte, angeblich um
Spielkarten zu tauschen. - „Szenen wie diese passieren leider häufiger
als wir allgemein annehmen“ weiß Herr Neu, der bei seiner Tätigkeit als
pädagogischer Mitarbeiter in der Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt in
Braunschweig (ARUG) Sicherheitstrainings in ganz Niedersachsen durchführt und
in ständigem Kontakt mit Schulen und anderen Präventionseinrichtungen ist. Mit
der von ihm organisierten Präventionsreihe „Mit Sicherheit selbstbewusst“,
möchte die ARUG dazu beitragen, dass Pädagogen, Eltern und Kinder für diese
Probleme sensibilisiert werden. „Derartige Projekte unterstützen wir gerne“,
begeistert sich Frau Dyckhoff, die Herbergsleiterin der Jugendherberge am
Rammelsberg und stellt mit ihrem Mann nicht nur Räume und Verpflegung zur
Verfügung, sondern es wirken auch beide aktiv als Akteure mit.